Allgemein · Vorgeschichte

Vorgeschichte 2: von Buchhändlerin zur Mutter

Teil 2: von der Buchhändlerin zur Mutter

Nach der Lehre machte ich einen Aupair Aufenthalt in Süd England und fand meine zweite Passion, die englische Sprache. Ich hatte schon immer gern englisches konsumiert sei es Musik, Filme oder Bücher. Mein Grossvater war in den USA geboren, seine Eltern waren damals vom Kanton Bern in die USA ausgewandert, sind aber bald zurückgekehrt und haben sich dann im Thurgau niedergelassen. Auch meine Eltern sprechen gut Englisch und sie hatte auch öfters Besuch aus den USA.

Nach meiner Rückkehr aus England suchte ich verzweifelt nach Stellen. Ich weiss nicht, wie viele Bewerbungen ich geschrieben habe. Ich hatte mich dann auch im Gastgewerbe beworben, um einfach was zu arbeiten. Ich weiss noch wie ich nach einem Probearbeiten bei einem Tex-Mex-Resti nach Hause gekommen bin.

Meine Mutter stand im Gang, ganz aufgelöst, und sagte: „Ich habe Dich nach Bern verkauft!“ Ich verstand nur Bahnhof und machte mich auf die Suche nach meinem Vater. Er war am PC und suchte nach günstigen Zimmern in Bern. Ich hatte mich in der Englischen Abteilung von ‚Stauffacher‘, der grössten Buchhandlung in Bern beworben und war auch schon zum Vorstellungsgespräch da gewesen. Leider hatten Sie mir schon zwei Mal einen Job angeboten und dann wieder abgesagt. Nun hatten Sie angerufen um mich zu fragen, ob ich noch Interesse hätte. Meine Mutter hatte das Telefon entgegengenommen und gesagt: „wenn Ihr Sie wollt, fängt Sie Morgen bei Euch an“. Und Sie wollten. Also packte ich den Koffer um nach Bern zu gehen.

Die erste Nacht verbrachte ich in der Jugendherberge, danach zog ich in ein freies WG Zimmer bei einer Lehrtochter, bis ich dann eine Wohnung fand. Ich blieb 7 Jahre in Bern. Ich hatte eine tolle Zeit bei der Arbeit. Ich durchlief viele Stationen war erst Buchhändlerin, dann Ausbildnerin, Verkaufstrainerin und Lehrlingsverantwortliche für die gesamte Filiale. Ich machte eine Kader Weiterbildung und wurde Abteilungsleiterin und Etagenleiterin und stieg schlussendlich bis ins Filialleitungsteam auf.

Ich fand viele gute Freunde, mit denen ich heute noch den Kontakt halte. In Bern bin ich erwachsen geworden. Es war und ist meine zweite Heimat.Ich habe heute noch manchmal Heimweh nach Bern.

Gegen Ende meiner Zeit in Bern war ich nicht mehr so zufrieden in meiner Position und kündigte meine Stelle. Meine Chefin hatte nichts dagegen. Eine Woche Später bekam ich einen Anruf von Ihrem Chef, er wollte mit mir über meine Zukunft sprechen.

Ich hatte mir in den 7 Jahren einen guten Ruf erarbeitet, Weiterbildungen besucht und oft auch in anderen Filialen ausgeholfen.. Er wollte mich nicht als Mitarbeiterin verlieren und bot mir drei Kaderstellen zur Auswahl an. Ich war gerührt und schockiert zugleich und entschied mich für die Filiale in St. Gallen. So bin ich dann in dem Osten zurückgekehrt.

Nach zwei Jahren als Filialleiterin von ‚Thalia St. Gallen‘ und ‚Thalia St. Margrethen‘ wechselte ich nochmals, diesmal nach Zürich in den Hauptsitz der Serviceabteilungen von ‚Orell Füssli Thalia AG‘ Ich wurde die Assistentin des Verkaufleiters (GL Mitglied). Diesen Job machte ich nochmals ca. 1.5 Jahre bis ich im Sommer 2015 meinen spannenden Bürojob gegen die Mutterrolle tauschte.

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